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Hormonelle Behandlung der Migräne

Man weiss, dass weibliche Geschlechtshormone bei Frauen einen Einfluss auf die Entstehung einer Migräne und die Auslösung von Migräne-Attacken haben. Also müsste man durch den Einsatz entsprechender Hormone auch den Verlauf einer Migräne positiv beeinflussen können. Darüber gibt es allerdings wenig gesicherte Erkenntnisse. 

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Die Rolle der weiblichen Hormone bei der Entstehung einer Migräne ist gut bekannt. Migräne tritt bei Frauen häufiger auf als bei Männern, beginnt meist nach der Pubertät und bessert sich bei vielen Frauen während der Schwangerschaft und nach der Menopause, was den Einfluss der weiblichen Hormone auf die Migräne verdeutlicht. So stellt beispielsweise die Menstruationsphase des weiblichen Zyklus bei vielen Frauen einen Auslöser für Migräneattacken dar. Aber auch von aussen zugeführte Hormone (z.B. hormonelle Verhütungsmittel) können den Verlauf der Migräne verändern. Sie können eine neue Migräneerkrankung auslösen oder eine bereits vorhandene Migräne verschlimmern. Die Einnahme von Hormonen kann eine Migräne aber auch verbessern, vor allem bei solchen Attacken, die mit der Menstruation zusammenhängen.

Können bestimmte Formen der Migräne behandelt werden?

Es wird immer wieder versucht, den weiblichen Hormonzyklus so zu beeinflussen, dass eine Verbesserung der Migräne entsteht. In Studien wurde der Einfluss der Hormone sowohl bei Migräne ohne Aura, Migräne mit Aura als auch bei Migräneattacken im Zusammenhang mit der Menstruation untersucht. Da bei Anwenderinnen von kombinierten hormonellen Verhütungsmitteln (Verhütungsmitteln mit einer Kombination von Östrogen und Gestagen) Migräneattacken meist während des hormonfreien Intervalls auftreten, wurde in weiteren Studien untersucht, wie sich unterschiedliche Östrogen- oder Gestagen-Verabreichungsschemas auf den Verlauf der Migräne auswirken.

Keine gesicherten Erkenntnisse, aber Empfehlungen

Internationale Experten in den Bereichen Migräne und hormonelle Kontrazeption haben nun die aktuelle Datenlage zur hormonellen Migräne-Behandlung untersucht, kamen jedoch zum Schluss, dass weitere Forschungen erforderlich seien, um den Zusammenhang zwischen Östrogen, Progesteron und Migräne bei Frauen im gebärfähigen Alter zu verstehen. Daher gibt es derzeit auch keine Leitlinien, die sich speziell mit der hormonellen Behandlung der Migräne befassen, jedoch wurden auf der Grundlage der verfügbaren Daten Empfehlungen gegeben.

Referenz
Sacco S., Merki-Feld GS, Ægidius KL, et al. Effect of exogenous estrogens and progestogens on the course of migraine during reproductive age: a consensus statement by the European Headache Federation (EHF) and the European Society of Contraception and Reproductive Health (ESCRH). The Journal of Headache and Pain 2018; 19 (1): 76. doi: 10.1186 / s10194-018-0896-5

Bild: AdobeStock/dalaprod500

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