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Highlights aus dem Jahreskongress der «European Academy of Neurology»

Mehr als 11’000 Delegierte nahmen am diesjährigen virtuellen Jahreskongress der europäischen Akademie für Neurologie (European Academy of Neurology) vom 19. bis 22. Juni 2021 in Wien teil. Unter anderem wurden die neusten Daten zu den CGRP-Antikörper- und Gepant-Therapien präsentiert.

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Das dichte Programm des viertätigen Kongresses reichte von wissenschaftlichen Symposien bis hin zu praxisrelevanten Kursen aus allen Bereichen der Neurologie. Fünf Präsentationen, die die Sicherheit und Wirksamkeit von CGRP-Antikörper- und Gepant-Therapien unterstreichen, wurden von Professor Peter Goadsby, einem weltweit führenden Kopfschmerzspezialisten, während seiner Zusammenfassung am Ende des diesjährigen Kongresses hervorgehoben.
«Es ist wirklich eine aufregende Zeit für die Behandlung von Kopfschmerzen, und es gibt so viele Möglichkeiten, mit Patienten zusammen neue Therapien zu besprechen und zu verschreiben, die sich als sehr effektiv erweisen», sagte er.

Professor Goadsby erläuterte das beruhigende Leber-Sicherheitsprofil von Atogepant 60 mg, das in einer offenen Studie zur Migräneprophylaxe nach einem Jahr Behandlung beobachtet wurde.(1) Eine Erhöhung Leberenzyme wurde bei Patienten mit Atogepant nicht häufiger festgestellt als bei Patienten mit Standardtherapie. «Diese Ergebnisse stehen in völliger Übereinstimmung mit randomisierten kontrollierten Studien, die gezeigt haben, dass Atogepant keine Leberprobleme verursacht», erläuterte Professor Goadsby.

Für Erenumab (Aimovig®) liegen mittlerweile Daten aus einer über fünfjährigen Open-Label-Verlängerungsstudie vor.(2) Diese Daten bestätigten die allgemeine klinische Erfahrung, dass Patienten, die initial auf das Medikament ansprechen, dazu neigen, auch weiterhin gut darauf zu reagieren. «Es handelt sich um ein gut verträgliches Medikament, und wie die Daten nach fünf Jahren zeigen, ist es von grosser Bedeutung für die klinische Praxis», so Professor Goadsby.

Die Wirksamkeitsdaten aus der randomisierten, placebokontrollierten RELIEF-Studie mit Eptinezumab zeigten, dass die Reduktion des Schmerzes und der störendsten Symptome nach zwei Stunden mit der Wirkung einer akuten Migränetherapie vergleichbar war.(3) «Mit einer präventiven Behandlung, die zur Vorbeugung von Migräne wirksam ist und die nach Standardendpunkten bei akuten Migräneattacken eindeutig wirksam ist, schliesst sich der Kreis. Es zeigt, dass der CGRP-Signalweg kein akuter oder präventiver Behandlungsweg ist, sondern ein Weg, um Migräne zu stoppen», sagte Professor Goadsby.

Bei der chronischen Migräne hob er Daten aus der randomisierten, placebokontrollierten CONQUER-Studie mit Galcanezumab (Emgality® Fertigpen) hervor, die bei Patienten durchgeführt worden war, die zuvor auf zwei bis vier verschiedene Klassen von präventiven Medikamenten nicht angesprochen hatten. Auch bei diesen Patienten vermochte der monoklonale CGRP-Antikörper die Anzahl der Migräne-Kopfschmerztage um mindestens 50% zu reduzieren.(4) «Es ist bemerkenswert, dass fast die Hälfte der Patienten mit chronischer Migräne, bei denen bis zu vier Präventivmedikamente versagt hatten, eine nützliche Reduktion ihrer Migränetage hatte, was wichtig ist, weil dies die Art von Patienten sind, die zu uns in die Kliniken kommen», sagte Professor Goadsby.

Schliesslich konzentrierte er sich auf die Daten zur Arbeitsunfähigkeit aus einer gepoolten Analyse der HALO- und FOCUS-Studien zu Fremanezumab.(5) Diese zeigten eine hochsignifikante Reduktion der durch Migräne ausgelösten Beeinträchtigungen im Alltag. «Ganz klar sind monoklonale CGRP-Antikörper - hier symbolisch mit Fremanezumab - in der Lage, die Beeinträchtigung und Behinderung im Alltag zu reduzieren, was - egal was man sonst noch misst - für unsere Patienten entscheidend ist», schloss Professor Goadsby.


Referenzen

1. Ashina M, Tepper S, Reuter U et al. Long-term safety and tolerability of atogepant: once daily dosing over one year for the preventive treatment of migraine. Eur J Neurol 2021; 28 (suppl 1): 152, OPR-134

2. Ashina M, Goadsby P, Reuter U et al. Consistent efficacy and safety of erenumab in episodic migraine patients during a 5-year open label extension study. Eur J Neurol 2021; 28 (suppl 1): 153, OPR-136

3. Winner P, McAllister P, Chakhava G et al. Efficacy and safety of eptinezumab initiated during a migraine attack: results from the RELIEF study. Eur J Neurol 2021; 28 (suppl 1): EPR-101

4. Dell’Agnello G, Tockhorn-Heidenreich A, Paget M, Pain A. Subgroup analysis of galcanezumab treatment patients meeting clinically meaningful response rates in the CONQUER trial. Eur J Neurol 2021; 28 (suppl 1): 948, EPO-79

5. Ashina S, Cohen J, Ning X et al. Pooled analysis of efficacy of fremanezumab for reducing disability and acute medication overuse in migraine patients. Eur J Neurol 2021; 28 (suppl 1): 156, OPR-139

Bild: European Academy of Neurology

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