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Tipps zur Bewältigung der Migräne während der Covid-19 Pandemie

Menschen mit Migräne haben während der Covid-19-Pandemie mit zusätzlichen Belastungen zu kämpfen. Folgende Tipps sollen Ihnen helfen, besser mit den Herausforderungen der Pandemie und mit Ihrer Erkrankung umzugehen. 

Tipps in der Pandemie AdobeStock 351435250 Tierney 400In einer Befragung durch das «Headache and Migraine Policy Forum» in Zusammenarbeit mit «Migraine Again» bei mehr als 1000 Migränepatienten, haben die Migränepatienten berichtet, dass sie 84% mehr gestresst sind im Umgang mit ihrer Erkrankung, 69% mehr Attacken erleiden und sich ihre Gesundheit um 57% verschlechtert hat.


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Seit Beginn der Pandemie haben viele Patienten gezögert, eine Arztpraxis oder ein Spital aufzusuchen. Ganze 74% der Patienten haben trotz akuten Symptomen gezögert, die Notfallstation aufzusuchen.

 

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Die Telemedizin hat seit Beginn der Pandemie erheblich zugenommen. Vor der Covid-19-Pandemie waren lediglich 22% der Patienten mit Telemedizin vertraut. Seit Beginn der Pandemie habe bereits 78% der Patienten eine telemedizinische Dienstleistung in Anspruch genommen. Vielleicht auch, weil mehr Krankenkassen damit begonnen haben, Leistungserbringer für virtuelle Besuche zu erstatten.

 

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Die Telemedizin hat dazu beigetragen, die Versorgungslücke zu überbrücken, obwohl die meisten Patienten sie als Ergänzung und nicht als Ersatz für eine persönliche Konsultation sehen.

 

Unsere Tipps zur Bewältigung der Migräne während der Covid 19 Pandemie

  1. Regelmässige Flüssigkeitszufuhr, um einer Dehydrierung vorzubeugen
    Migräne wird oft durch Dehydrierung ausgelöst, und Erbrechen verschlimmert die Migräne. Die Einnahme von elektrolytreichen Getränken und Zusatzstoffen (z.B. Kokosnusswasser) ist eine gute Idee.

  2. Nicht versammeln, aber nicht isolieren
    Wir reduzieren das Risiko, indem wir uns möglichst wenig mit anderen Menschen treffen. Für manche Menschen der zwischenmenschliche Kontakt aber sehr wichtig! In solchen Fällen ist ein persönlicher Austausch die beste Medizin, sei es über das Telefon, FaceTime, Zoom oder eine Telefon «Hotline» wie das MIGRAINE ACTION «Kopfwehtelefon».

  3. Begrenzen Sie Ihren Nachrichtenkonsum und bekämpfen Sie Ihre Ängste
    Wilde Schwankungen auf dem Aktienmarkt und steigende Coronavirus-Fälle verstärken nur die Angst. Mehr als zehn Minuten pro Tag sollten Sie nicht damit verbringen, sich auf dem Laufenden zu halten. Das bringt Sie sonst nur dazu, nach einem angstlösenden Medikament oder einem Glas Wein zu greifen. Ausserdem macht die Angst Sie anfälliger für Migräne-Attacken.

  4. Vorrat aller Migränemedikamente anlegen für den Fall einer Quarantäne
    Wenn Sie nicht ohne Ihr Triptan oder Ihren Betablocker festsitzen wollen, wenn eine 14-tägige Quarantäne oder Isolierung erforderlich wird, sollten Sie sich einen zweiwöchigen Vorrat anlegen. Das gilt auch für andere verschreibungspflichtige und rezeptfreie Medikamente oder chinesische Kräuter, auf die Sie angewiesen sind. Vereinbaren Sie einen Arzttermin, wenn Sie kein Dauerrezept haben.

  5. Bereiten Sie sich auf eine Erkältung oder Grippe vor
    Wenn Sie eine Erkältung oder Grippe bekommen, werden Sie anfälliger für Migräne. Es gibt nichts Schlimmeres, als fünf Tage Grippe zu überleben, die für weitere fünf Tage eine Migräne auslöst. Sie sollten Antiemetika, Grippemittel, Taschentücher zur Hand haben, oder was immer Sie zur Linderung der Symptome verwenden.

  6. Testen Sie einen telemedizinischen Dienst
    Wenn Sie irgendwelche Risikofaktoren haben, die jährliche Grippeimpfung ausgelassen haben oder einfach nur neugierig sind, ist eine Arztpraxis vielleicht nicht der beste Ort für Sie. Können Sie sich stattdessen eine Online-Konsultation vorstellen? Dabei geht es nicht nur um Ihren eigenen Schutz. Auch Ärzte und das Pflegepersonal sollten gesund bleiben, damit sie den Rest von uns versorgen können. Auch in der Apotheke kann man Ihnen sehr oft weiterhelfen, ohne dass ein Besuch beim Arzt notwendig wird. Wussten Sie, dass auch Apotheken Notfalldienst leisten? Welche Apotheke in Ihrer Region zuständig ist erfahren Sie im Internet oder in ihrer Lokalzeitung.

  7. Einrichtung von Lieferdiensten zur Vermeidung unnötiger Exposition
    Es ist kein Geheimnis, dass vielbeschäftigte Menschen Hauslieferdienste nutzen, um Zeit zu sparen, indem sie ihre Waren direkt vor die Haustüre bestellen. Für Risikogruppen können solche Angebote nicht nur bequem, sondern lebensrettend sein, wenn sie dadurch nicht persönlich an vielfrequentierten Orten wie Migros, Coop, Aldi und Apotheken auftauchen müssen. Folgende drei Vorschläge sind eine Überlegung wert:

    Lieferung von rezeptpflichtigen Medikamenten
    Viele Apotheken bieten einen Lieferdienst an, der zudem oft kostenlos ist. Fragen Sie in Ihrer Stammapotheke nach.

    Lieferung von Lebensmitteln
    Statt sich im Laden potenziellen Viren auszusetzen, sollten Sie eine Online-Bestellung mit Lieferdienst ausprobieren. Die meisten Supermärkte aber auch kleinere Läden bieten diesen Service seit längerem an.

  8. Essenslieferung
    Sie haben keine Lust zu kochen? Finden Sie einen Service, der fertige Mahlzeiten liefert. Einige dieser Dienste bieten auch vegetarische, vegane oder glutenfreie Ernährung an.

  9. Radikale Selbstversorgung praktizieren
    Das Coronavirus ist eine harte Erinnerung daran, dass unsere Gesundheit vor allem in unserer eigenen Verantwortung liegt. Nie gab es einen besseren Zeitpunkt, um sich selbst gesund zu halten, indem man «TESTS» (Trinken, Essen, Schlafen, Training, Stress) zur Migränekontrolle praktiziert. Das heisst: Achten Sie auf eine gute Schlafhygiene, regelmässige Bewegung, eine gesunde ausgewogene Ernährung, ausreichende Flüssigkeit zur Vorbeugung einer Dehydrierung und eine angemessene Stressbewältigung. Das, was Sie vor Migräne schützt, sollte auch dazu beitragen, Ihre Abwehrkräfte gegen Coronaviren und alle anderen Arten von Krankheitserregern zu stärken.

  10. Machen Sie Pausen von Ihrem Computer, wenn Sie im Home-Office sind
    Das Sitzen am Schreibtisch mit Blick auf einen Computerbildschirm kombiniert gleich zwei Migräne-Auslöser: Nackenverspannungen und übermässige Lichtexposition. Wenn Sie wie viele während der Pandemie von zu Hause an einem Computer arbeiten, sollten Sie häufige, aber kurze Pausen einlegen, um Ihren Augen eine Pause zu gönnen. Denken Sie an die 20-20-20-Regel: Stellen Sie eine Zeitschaltuhr auf zwanzig Minuten ein und verbringen Sie anschliessend 20 Sekunden damit, auf etwas aus sechs Metern Entfernung zu schauen. So vermeiden Sie Kopfschmerzen oder Migräneattacken, die durch die Überanstrengung der Augen am Computer ausgelöst werden.

    Bleiben Sie gesund - Sie schaffen das!

 

Hier geht’s zum Interview der Migraine Action Schweiz mit der Europäischen Kopfschmerzallianz zum Thema «Migräne in Zeiten von Covid-19».

Bildquelle AdobeStock/Tierney

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