EMHA-Whitepaper: Neue Impulse für die Migränebehandlung in der Schweiz
Das kürzlich veröffentlichte Whitepaper der European Migraine & Headache Alliance (EMHA) liefert wichtige Erkenntnisse, die auch für die Schweizer Migräneversorgung wegweisend sind. Als Gründungsmitglied der EMHA setzt sich «Migraine Action» dafür ein, diese europäischen Best Practices in der Schweiz umzusetzen.

Migräne betrifft Millionen von Menschen in Europa – und die Schweiz steht vor ähnlichen Herausforderungen wie unsere Nachbarländer. Als Interessenvertreter – Gesundheitsfachpersonen, Patientenorganisationen und Betroffene – können wir durch Zusammenarbeit die Versorgung und Unterstützung von Migränepatienten und deren Familien vorantreiben.
Obwohl sich das neue EMHA-Whitepaper auf gesamteuropäische Perspektiven konzentriert, sind die evidenzbasierten Strategien und Erkenntnisse auch für die Schweizer Migräneversorgung von grosser Bedeutung.
Europaweit ähnliche Probleme
Die Studie zeigt deutlich: Auch in entwickelten Gesundheitssystemen kommt es bei vielen Patienten noch immer zu Verzögerungen bei der Diagnose, zu Lücken beim Zugang zur Behandlung und zu anhaltender Stigmatisierung. Diese Probleme kennen wir auch aus der Schweiz – umso wichtiger sind die konkreten Lösungsansätze des Whitepapers.
Vier zentrale Handlungsfelder für die Schweiz
Das Whitepaper identifiziert vier Bereiche, in denen auch die Schweiz Verbesserungen erzielen kann:
• Frühere Diagnosen durch mehr Sensibilisierung: Gezielte Aufklärung am Arbeitsplatz und in Schulen kann dazu beitragen, Migräne früher zu erkennen und damit die Behandlungsergebnisse deutlich zu verbessern.
• Stigmatisierung aktiv bekämpfen: Patientengeschichten und die konsequente Kommunikation von Migräne als ernste neurologische Erkrankung können das gesellschaftliche Verständnis nachhaltig verändern.
• Zugang zu innovativen Therapien sicherstellen: Eine koordinierte Migränebehandlung und der Zugang zu neuesten Therapiemethoden müssen auch in der Schweiz Priorität haben.
• Politische Anerkennung stärken: Migräne braucht die Anerkennung als neurologische Erkrankung sowie angemessene Ressourcen für Forschung, Bildung und Patientenversorgung.
Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg
Die europäischen Erfahrungen zeigen deutlich: Nur durch die koordinierte Zusammenarbeit aller Interessenvertreter – Gesundheitsfachpersonen, Patientenorganisationen und Interessengruppen – lassen sich nachhaltige Verbesserungen in der Migräneversorgung erzielen. Diese Kooperation ist auch für die Schweiz der Schlüssel zu einer besseren Betreuung von Migränepatienten und deren Familien.
Whitepaper kostenlos verfügbar
Das vollständige EMHA-Whitepaper und die Zusammenfassung stehen kostenlos zum Download bereit.
Bild: Adobe Stock/insta_photos
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